Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Coole Produkte’

Arrakis – jetzt auch mit LTE

12. Januar 2016 Keine Kommentare

Kaum hat man eine Embedded System gefunden, das einem gut gefällt, und schon kommt dieses in einer noch flexibleren Version auf den Markt. Der Arrakis-1022-1-909S des Lösungs-und Komplettanbieters Welotec ist praktisch eine software-lose Appliance auf Basis des hier bereits beschriebenen Arrakis-1222.

MR2-BTD008 Miro-2 2I385A MR3253H

Äußerlich ist die Veränderung eher schwer zu erkennen.

Die Unterschiede in der Hardware sind entsprechend klein. Es beleibt bei der E3845 CPU mit 1.91 GHz, 4GB RAM, vibrationsgeschützt verlötet, und auch das Schnittstellenangebot bleibt mit 2x Intel Gbit LAN, 2x USB Ports, 4 RS232 Anschlüssen und VGA überzeugend und optional gibt es Digital I/Os auf Terminalanschlüssen. Neu hinzugekommen sind jedoch die serienmäßig installierten 64GB mSATA SSD aus der 3ME3 Serie von Innodisk mit einer MTBF von über 3 Millionen Stunden. Das sollte reichen.

Die eigentliche Besonderheit ist jedoch die integrierte Mobilfunkanbindung. Neben GSM/GPRS mit 850/900/1800/1900 MHz und UMTS mit 850/900/1900/2100 MHz steht auch LTE mit 800/850/900/1700/1800/1900/2100/2600 MHz zur Verfügung und 150MBit down und 50MBit up sollten nicht nur für Industrie-Anwendungen, da reicht häufig GPRS, ausreichen. Mit EDGE, HSPA, HSPA+, DC-HSPA+ ist das Abkürzungsquartett auch vollständig. Der Huawai Chipsatz garantiert dabei weitreichende Kompatibilität.

Lüfterlos ist das Gerät natürlich auch in dieser Ausführung und es bleibt auch für die Hutschiene geeignet.  Der Einführungspreis beträgt im Januar übrigens nur 599,- EUR, das ist günstiger als mancher Industrie-Mobilfunkrouter. Und der kann nicht „nebenher“ noch die Aufgaben z.B. einer Soft-SPS übernehmen, der Arrakis schon.

 

 

KategorienCoole Produkte, Embedded, GPRS, lüfterlos Tags:

Der Core-i mit LPT Anschluss: Anser-4342-1-QM77

18. Dezember 2015 1 Kommentar

Industriecomputer sind flexibel, das ist der Hauptgrund für Ihren Einsatz gegenüber fixed functions devices wie Routern oder SPSen kann ein IPC schnell an neue Anforderungen angepasst werden. Bei Embedded Systems heißt das oft nicht mehr und nicht weniger als auf dem Mainboard schlummmernde Schnittstellen aus dem System herauszuführen und damit nutzbar zu machen. Oder auf dem Board verfügbar zu machen indem ein Bestückungsoption realisiert wird.

Der Anser-4342-1-QM77 ist ein ohnehin recht vielseitiges Gerät. Mit seinen 300 x 200 x 75mm Größe gehört er nicht zu den kleinen Embedded Computern, nutzt diese große Gehäusefläche aber effektiv um viele Schnittstellen zu ermöglichen.

Lex TS4-6AA609 TW2A21S-00C twister + CI770A

Industrie kann auch schön sein!

Das viele Metall ermöglicht auch eine zuverlässige Wärmeabfuhr und damit einen Temperaturbereich von -20°C bis +60°C. Wie immer gilt dies unter nicht kondensierenden Bedigungen, für diese besteht die Möglichkeit das Board per Conformal Coating abdichten zu lassen.

Diese Flexibilität ermöglicht es dem lüfterlosen Embedded Rechner neben seinen umfangreichen Standard Schnitstellen, das wären DVI-D, HDMI, VGA, 2x Intel 82574L Gbit LAN, 4xCOM RS232, 4xUSB 3.0, auch einen klassischen LPT, auch als Centronics oder IEEE1284 bekannt, hinzuzufügen.

Verwendet man dann noch Speicher und SSDs mit erweitertem Temperaturbereich bekommt man einen leistungsfähigen fanless Embedded Computer mit wahlweise Intel Celeron 1020E, Intel Core i3-3120ME,  Core i5-3610ME oder sogar dem I7-3610QE Quadcore mit 2.3GHz.

Dazu ist das schwarze, hochwertig verarbeitete Gehäuse optisch wie haptisch eine Freude. Lex TS4-6AA609 TW2A21S-00C twister + CI770A

Adhara: passt unter der Tür durch….

14. Dezember 2015 2 Kommentare

…. oder findet auch sonst einen Platz wo es sonst zu eng für einen richtigen Computer ist. Mit einer Dicke von 18mm, genauer sogar nur 17,5mm, aber das ist bestimmt im kalten Zustand gemessen, und einer Grundfläche von nur 150 x 81mm wirkt der Adhara-0232-1-1900 auf dem Tisch eher wie ein umgedrehtes Handy denn ein Computer. Und wie ein Handy ist dieser kleine Industrie Computer auch fanless, und damit lautlos.

Dabei ist die Zahl der Abstriche überschaubar. Das sehr kompakte Gehäuse macht Kompromisse hinsichtlich der Schnittstellen nötig, da schlicht kein Platz vorhanden ist um z.B. einen DB9 Stecker für eine RS232 Schnittstelle unterzubringen. Von den zwei internen Mini-PCIe Steckplätzen kann einer auch für WLAN verwendet werden, um die Wifi-Antenne auszuführen ist ein Gehäusedurchbruch vorbereitet.

BLADE + 2I385S Sytem

Adhara-0232-1-1900 neben einem iPhone 6plus

Aber sogar der Betrieb zweier Monitore ist möglich, ein mal per HDMI und ein mal per Mini HDMI. Mit Mikrophon und Line-Out via 3.5mm Klinkenstecker ist auch Audio abgedeckt, 2 x Intel GbE LAN, je ein Micro USB 2.0, USB 2.0 und USB 3.0 runden das Angebot ab.

Aber kommen wir zum PC Teil des Adhara, der Name kommt übrigengs von der arabische Bezeichnung des Sterns Epsilon Canis Majoris, der auch nicht zu verachten ist. Mit 2GB RAM on-Board ist die Ausstattung zwar nicht großzügig, aber für die meisten Anwendungen, insbesondere im Embedded Bereich, ausreichend. Die Rechenleistung im Adhara-0232-1-1900 stellt ein Intel Celeron J1900 Quadcore auf Basis des Baytrail Kerns zur Verfügung. Normaltakt ist dabei 2GHz, im Turbomodus können einzelne Kerne bis zu 2.42 Ghz erreichen. Der erreicht zwar nicht die Performance eines Core-i Systems, aber mit der Schlaftablette Atom N270 hat die Baytrail Generation wenig zu tun – im Passmark überrundet der J1900 die Uhrmutter der Atom-Familie um knapp Faktor 7. Und ist mehr als doppelt so schnell als ein Intel Pentium D 960 Doppelkern mit 3.6GHz im Jahre 2007. Der hatte eine TDP von 130 Watt, der J1900 kommt mit 10 Watt aus.

BLADE-2I385S

knapp, aber vollständig – das Schnittstellenangebot des Adhara Embedded Systems

Bei so viel Licht muss auch Schatten zu finden sein. Eine Festplatte findet in dem kompakten Chassis natürlich keinen Platz mehr, man muss sich mit mSATA begnügen. Möchte man den Adhara 0232 1 1900 bei warmen Umgebungstemperaturen betreiben, das Gerät selbst kann bis 50°C im Einsatz sein, sollte man eine mSATA SSD mit erweitertem Temperaturbereich nutzen, unter Last kann das Delta mSATA zu Umgebungstemperatur schon ein mal 35° erreichen und ob man nun in Kelvin oder Celcius rechnet, das wird für Konsumer SSDs schnell zu viel – auch in einem lüfterlosen Design muss die Wärme ja irgendwo hin. Erwartet man jedoch keine Termparaturen in der Nähe von 40°C, spricht, ausser der unweigerlich kürzeren Lebensdauer bei hohen Temperaturen, nichts gegen günstige Ware.

BLADE-2I385S

Manch Phablett liegt größer in der Hand…

Für alle anderen gibt es eine umfangreiche Palette hochwertiger Industrie mSATA SSDs beim System- und Komplettanbieter Welotec im Münsterländischen Laer. Hier ist natürlich auch der Adhara Embedded Computer zu beziehen. Nicht nur der Einsatz als Mediacenter daheim drängt sich auf, auch als nachgerüstete Fernwartungslösung bietet sich dieser fanless Embedded PC an, auf Grund der sehr kompakten Abmessungen findet ein Platz fast in jeder Maschine oder Schaltschrank.

 

Der Acubens – der praktische Quader

11. Dezember 2015 1 Kommentar

Lüfterlose Rechner sind heute der Stand der Dinge wenn es um Rechner in der Automatisierung geht und können heute in den Bereichen I/O und Rechenleistung die meisten Anforderungen abdecken. Ein Ausnahme sind hier bisher Anwendungen die mehrere Erweiterungskarten erfoldern, die zusätzlichen Stromverbrauch mit sich bringen und den Wärmeeintrag in das Gehäuse erhöhen.

EC520-HD6040 EC521-HD6040 DFI I/O Panel

Der lüfterlose Acubens Embedded Rechner in Zwei-Slot Ausführung

Hierbei ist oft nicht die Embedded Hardware selbst das Problem, sondern die dort verwendeten Steckkarten. Eine Siemens CP5623 Profibus-Karte hat z.B. einen Stromverbrauch von ca. 6 Watt und passt mit eine Bautiefe von 180 mm auch nicht in jedes Embedded System. Diese hat einen Temperaturbereich von 5°C bis 60°C, und in einem kompakten, lüfterlosen Embedded Computer sind die schnell erreicht.

Hier kommt die Acubens Serie des Münsterländers Lösungs- und Komplettanbieters Welotec GmbH ins Spiel. Hier sind die sporadisch gesetzten Lüftungslöcher kein Nachteil, sondern eine Stärke des Industrie-Rechnerns. Erweitungskarten finden hier nicht nur Platz, sondern durch den möglichen Luftaustausch auch ein angenehmes Betriebsumfeld – das erhöht Verlässlichkeit und Lebensdauer der, oft sehr teuren, Schnittstellen-, Messkarten und Feldbus-Systemen. Die oben genannte Siemens CP5623 Profibus Karte schlägt mit rund 1000,- EUR zu Buche, oft als ähnlich teuer oder teurer als der Industriecomputer selbst. Der Acubens-6422-1-6040 bietet hier z.B. zwei PCI Slots, das Modell Acubens-6422-2-6040 einen PCI und einen PCI-E x16 Steckplatz. Insgesamt skaliert die Familie vom Embedded System mit nur einem Mini-PCIe Steckplatz im Acubens-6162-1-6060 bis zu fünf Steckplätzen, 2x PCIe x16 (elektrisch x8), 1x PCIe x1 und 2x PCI im Acubens-6162-1-6060.

Ansonsten bietet die Familie umfangreiche konventionelle Schnittstellen. Hier gibt es 2x Gb LAN, 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 2x RS232/422/485 mit Stromversorgung und 4x RS232. Auch WLAN lässt sich natürlich intern nachrüsten.

Umfangreiches I/O Angebot

Umfangreiches I/O Angebot

Dazu kommt eine hohe Rechenleistung durch den Einsatz von Intel Desktop Prozessoren der 35 Watt Klasse, vom Intel® Celeron® G1820TE (2M Cache, 2.2 GHz) bis zum Intel® Xeon® E3-1268L v3 (8M Cache, bis zu 3.3 GHz) auf Basis des Intel H81 bzw. des Intel C226 Chipsatzes. Zwei Steckplätze für DDR3 SoDIMM und zwei 2.5″ Festplatten runden das Gesamtbild ab. Dabei kann das Gerät sowohl mit 9 bis 36 Volt im Schaltschrank, als auch per externem 120W Netzteil betrieben werden.

DOS stirbt niemals….

10. Dezember 2015 Keine Kommentare

…. man muss nur eine Plattform finden auf der DOS auch noch zuverlässig läuft.

EB-208 VDX-6328_DOS compatible computer system frontside

Acamar-6021-1-208 DOS Kompatibler Computer von vorne

Schön sieht anders aus, aber der Acamar-6021 mit seinem Vortex86DX basiertem Board ist ein voll DOS kompatibler Rechner.

Warum sollte man heute noch DOS, sei es MS DOS, DR DOS oder FreeDOS verwerden? Weil es nicht viel kann, das aber sehr gut. Es läuft überaus stabil und bietet als Single-Task Betriebssystem den direkten Zugang zur Hardware, damit auch zur CPU, und ist entsprechend echtzeitfähig und die ganze Rechenleistung steht der Anwendung zur Verfügung. Unter DOS kann man so zeitkritische Steuerungsanwendungen laufen lassen, die unter modernen, vielseitigeren Echtzeitbetriebssystemen deutlich potentere Hardware benötigen um unter der Strich das Gleiche zu leisten.

EB-208 VDX-6328 DOS compatible System, backside

Acamar-6021-1-208 kompatibler Rechner, Rückseite

Der Rechner in Industriequalität bietet nicht nur eine 800 Mhz Vortex86DX CPU und 256MB on-Board RAM, sondern auch eine enorme Ausstattung an legacy Schnittstellen die an modernen Rechner rar geworden sind. Gleich 5x RS232 und ein RS232/422/485 Port stehen zur Verfügung. Ist RS232 ganz allgemein nützlich, ist der RS422 Bus in der Veranstaltungstechnik sehr beliebt und für die RS485 Schnittstelle gilt das gleiche in der Automatisierung, wo diese in Form des Modbus RTU Protokolls immer noch sehr beliebt ist. Selbst ein LPT Druckeranschluß findet sich noch am Gehäuse. Abgerundet wird das Schnittstellenpotpourri von je einem VGA, PS2, und 10/100 MBit LAN Anschluss und zwei USB 2.0 Ports. Die Grafik basiert auf dem XGI Volari Z9s Prozessor und unterstützt eine Auflösung von bis zu 1280 x 1024 (SXGA) in 16,7 Millionen Farben.

Der Prozessor selbst kann am besten als aufgebohrter 486er gesehen werden, genau genommen handelt es sich um den Rise Technology MP6 Prozessor, welcher später auch als SIS550 SoC auf dem Markt war. Mit zwei Watt bei 800 MHz, jeweils 16KB L1 Daten- und Instruktionscache, 256KB vierfach assoziativem L2 Cache und bis zu einem Gigabyte Arbeitsspeicher bietet die CPU nicht viel, aber eben oft genug, Rechenleistung. Dafür ist das System selbstverständlich lüfterlos.

Wichtig ist die Langzeitverfügbarkeit. Obwohl in Originalform schon seit 1998 auf dem Markt, wird diese CPU bis min. 2022 verfügbar bleiben. Das sind 24 Jahre und sicher eine in Würde ergraute Basis um ein 34 Jahre altes OS wie DOS laufen zu lassen.
Dieses klein IT Meisterwerk können Sie zum Beispiel beim Lösungs- und Komplettanbieter Welotec GmbH auf dem münsterländischen Laer beziehen, allerdings leider nur als gewerblicher Kunde.